Hühnersuppe

Ein Allrounder, als würzige Essenz, als Fond für eine tolle Jus, oder als altes Hausmittel bei Erkältung …. ein Seelentröster in allen Lebenslagen.

Ein Allrounder, so definiere ich Hühnersuppe, oder Hühnerfond oder Hühnerbrühe. Egal wie wir die goldene Flüssigkeit nennen, sie ist ein Supertalent, und sollte selbstgemacht sein und in keinem Haushalt fehlen. Ich werde nicht müde immer wieder zu versuchen, die Leute davon zu überzeugen ihren Fond selbst zu kochen. Erst dann wissen sie was wirklich drin ist, nämlich keine Geschmacksverstärker und keine Konservierungsstoffe.

Was nicht fehlen sollte in einem Fond sind Karotte,  Sellerie, Champignons, Zwiebel oder Schalotte, Tomate und frische Kräuter.  Das sind die Hauptzutaten die sehr viel Geschmack abgeben, alles Andere was ihr dazu gebt ist euere Entscheidung. Ich liebe zum Beispiel Liebstöckel im Fond und Petersilenwurzel. Wenn man der Suppe einen asiatischen Touch geben möchte, kann man Zitronengras, Kafirlimettenblätter und Galgantwurzel dazu geben. Wie gesagt da sind eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Zudem finde ich es sehr interessant in der Küche rumzuexperimentieren.

Ein selbstgekochter Fond ist die Grundlage von gutem Kochen.

Letztens habe ich mit guten Freunden diskutiert, ich war traurig,  sie haben mir tatsächlich gestanden, daß sie ihren Fond kaufen, einfach weil es billiger ist,was ich so nicht gelten lasse, keine Zeit, müsste eher heißen nicht optimal organisiert, und schmecken tun vor allem die Geschmacksverstärker und fettig sind die gekauften Fonds auch. Es gibt auch heute sehr gute Fonds zu kaufen, das streite ich nicht ab, aber diese findet man leider nicht im gewöhnlichen Supermarkt. Wir sollten uns einfach die Zeit   nehmen unsere Fonds selbst zu kochen,  es ist für unsere Gesundheit, und der Geschmack überzeugt alle mal. Einen Fond kocht man , wenn man  genug Freizeit hat und friert sich diesen Fond ein. Er hält sich 6 Monate in der Tiefkühltruhe und jedesmal wenn wir abends, nach einem langen Arbeitstag ein gutes und schnelles Gericht auf den Tisch bringen wollen, haben wir unseren selbstgemachten Fond genau so schnell zur Hand wie wir ein fertig gekauftes Glas aufdrehen.

_dsc0406-1Das braucht ihr für 4 Personen:

4 Hühnerschenkel

2 Karotten, grob zerkleinert

5 Schalotten, halbiert

2 Knoblauchzehen, halbiert

1 Stange Lauch, grob in Stücke geschnitten

3 Stangen Staudensellerie, in Stücke geschnitten

1 Pastinake, 1 Petersilienwurzel

2 Tomaten, übers Kreuz tief eingeritzt

4 Stängel Basilikum, 4 Stängel Petersilie, 2 Stängel Liebstöckel

1 kleine rote Chili, entkernt

1 Daumengrosses Stück Ingwer grob geschnitten

2 Stängel Zitronengras, flach gedrückt und eingeritzt

10 braune Champignons, geviertelt

8 weiße Pfefferkörner, 3 Gewürznelken, 1 Lorbeerblatt, 1 Essl grobes Salz

Fakultativ: etwas Sojasauce zum abschmecken

Und so wird’s gemacht:

Das Gemüse waschen und in grobe Stücke verteilen. Die Hühnerschenkel ebenfalls kalt abspülen. Alle Zutaten zusammen in den Topf geben, mit 3 Liter kaltem Wasser bedecken und langsam aufkochen. Den weißen Schaum ab und zu abschöpfen, damit die Suppe schön klar wird. Die Suppe halb zugedeckt für 2 Stunden sanft köcheln lassen.

Die Hühnerschenkel aus der Suppe nehmen und zur weiteren Verarbeitung zur Seite stellen. Ein Sieb mit einem Passiertuch auslegen und die Suppe passieren. Wer mag kann nun die Suppe mit etwas Sojasauce abschmecken. Als Ersatz für die Sojasauce kann man natürlich auch Salz nehmen. Heraus kommt eine schöne klare Brühe die man zu vielen Zwecken verwenden kann.

Für eine schnelle Suppe, das Fleisch der Hühnerschenkel zerzupfen, ein Bund Frühlingszwiebeln in 2 cm große Stücke schneiden, ein paar Shiitake Pilze in dünne Scheiben schneiden, anbraten ein paar Erbsen oder Erbsenschoten dazu. Nun die Suppe angießen und guten Appetit.

 

 

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