Bouchée à la Reine

Zart gegahrte Henne. In einem herrlichen Gemüsesud der schön leise vor sich hin simmert….Ich habe mir gestern auf dem Wochenmarkt eine Henne gekauft um meinen Vorrat an Hühnerfond wieder aufzufüllen. Das Rezept für den Hühnerfond findet ihr hier auf meinem Blog. Heute wollte ich euch zeigen was man mit dem herrlich zarten Fleisch zaubern  kann.

Ein Rezept, das in Luxemburg sehr bekannt , und beliebt ist :“Bouchée à la Reine“. Das habe ich schon lange nicht mehr gekocht.Das gegarte Fleisch wird von der Karkasse gezupft. Dann wird eine weisse Mehlschwitze gemacht die mit der Hühnerbrühe aufgefüllt wird, bis eine sämige weisse Sauce entsteht, es kommen noch Pilze hinzu und fertig ist die Bouchée à la Reine. Dieses  Essen steht sehr oft auf den Tagesspeisekarten der luxemburger Gastronomie. Leider ist das aber ganz oft fertig gegartes Hähnchenschnitzel in einer eben so lieblos gekochten weissen Pampe.In meiner Kindheit gabs das immer zu festlichen Anlässen, wie Kirmes, Kommunion, Ostern…..als Vorspeise.

Die Pastete in der das saftige Fleisch mit der Sauce eingefüllt wird besteht aus Blätterteig . Das Ganze wird  mit einfach gegartem weissen Reis oder Pommes Frites serviert.

Und das braucht ihr dazu:

1 Henne von 1,5 – 2kg

Für die Sauce:

100 gr Butter

100gr Mehl

800ml Selbstgemachte Hühnerbrühe

2 El  Elbling oder einen anderen herben Weisswein

1 paar Spritzer Zitrone

Salz Pfeffer Muskatnuss

3El Sahne

6 braune Champignons

Das Blätterteigteil habe ich beim Bäcker frisch gekauft. Habe auch schon mal probiert sie selbst zu machen, doch die sehen nie so schön aus. Dazu habe ich mir eine Portion Pommes Frites gemacht. Man kann aber auch Reis dazu essen.

Und so wirds gemacht:

Das Huhn wird mit Wasser und Gemüse langsam gekocht. Siehe: Grundrezept für Hühnerfond. Wenn das Fleisch fertig gekocht ist, muss man das Fleisch von den Knochen nehmen, und in mundgerechte Stücke schneiden.

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Die Pilze putzen und in Scheiben schneiden.

Nun die weisse Sauce ! Die Butter wird in einem grossen Topf erhitzt, sie darf aber keine Farbe annehmen. Dann das ganze Mehl auf einmal hineingeben und kräftig mit dem Schneebesen verrühren. Die ganze Zeit rühren damit keine Klümpchen entstehen. Die Masse 2-3 Minuten  mit dem Schneebesen vermischen bis sich das Mehl mit der Butter verbunden hat und schön glänzt. Dann die warme Brühe schluckweise dazu geben. Immer die Brühe ganz einrühren , bevor ihr den nächsten Schluck zugiesst, damit es keine Klumpen gibt. Die Konsistenz der Sauce sollte nicht zu dick sein, aber auch nicht zu flüssig. Jetzt Salz, Pfeffer und Muskatnuss dazu.Etwas Weisswein für die Saüre, umrühren, und noch langsam köcheln lassen . Dann noch einen Schuss Sahne dazu, so wird die Sauce geschmeidiger.  Zuerst gebe ich die in Scheiben geschnittenen Champignons in die Sauce, und lasse sie ein paar Minuten in der Sauce köcheln, damit sie Geschmack an die Sauce abgeben. Nun kommt das Fleisch mit dazu. Jetzt müsst ihr etwas vorsichtiger umrühren, damit das Fleisch nicht zu sehr zerfällt. Noch einmal abschmecken.Die Blätterteigpasteten im Backofen erwärmen , Füllung hineingeben  und fertig ist ein einfaches aber sehr gutes Gericht, das bei mir Kindheitserinnerungen erweckt.

Der Wein : Pinot gris von super sympathischen Winzern, vom Weingut Krier-Welbes. Sehr zu empfehlen!

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